Impfen! Auch für Hühner

Tapfere Grete beim Impfen

Ja, auch Hühner müssen geimpft werden! Die Impfung gegen Newcastle Disease ist verpflichtend für Hühnerhalter. Sie müssen dafür sorgen, dass ihre Schutzbefohlenen regelmäßig gegen diese Krankkeit geimpft werden. Das gilt auch für Hobby-Halter! Die hochansteckende Viruserkrankung betrifft viele Vogelarten und verläuft vor allem für Hühner in den allermeisten Fällen tötlich und qualvoll. Also nicht zögern und ab dem Kückenalter den Immunschutz aufbauen!

Bruschetta ist nicht begeistert, aber bleibt cool

Beim ersten Mal muss zweimal geimpft werden. bei der ersten Impfung erhalten die Hühner Tropfen des Impfstoffs ins Auge. Einge Wochen später wird er in den Brustmuskel gespritzt. In den darauffolgenden Jahren wird dann nur einmal geimpft.

Teuer und kompliziert

Impfen über das Trinkwasser ist möglich, muss aber alle sechs Wochen wiederholt werden. Den Impfstoff gibt es nur in großen Packungen – für professionelle Geflügelbetriebe. Bisher hat ein Geflügelverein in meiner Nähe den bereits in Wasser gelösten Impfstoff an Hobbyhalter weitergegeben. Dutzende Hobbyhalter kamen mit leeren Marmeladengläsern um sich ein Quäntchen zu holen. Allerdingsch hält sich die Wirkungen dieser Lösung nur ca. zwei Stunden, muss also schnell ins Huhn. Durch die Corona-Sitaution hat der Verein mit dieser Abgabe aufgehört. Sie war praktisch und preiswert. Für meine sechsköpfige Schar hat die zweimalige Impfung in der Praxis rund 150 Euro gekostet.

Sechs Hühnchen im PkW zum Arzt zu fahren ist kein Problem. Aber was ist mit Hobbybeständen von 50 oder 100 Tieren? Auf landwirtschaftliche Betriebe spezialisierte Veterinäre machen sich dafür nicht auf den Weg und längst nicht jede Haustierpraxis impft Hühner. Bleibt die Applikation über´s Trinkwasser. Die Pharmaindustrie sollte dafür endlich Packungen mit wenigen Impfdosen anbieten und nicht erst ab 1000 Dosen.

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