Federn lassen

Federn lassen sich vielseitig verwenden

Irgendwann im Leben ist es so weit, bei den Menschen und auch bei Helga und Grete: sie müssen Federn lassen. Wir Zweibeiner erleben so eine Situation als Schmach, jemand zerpflückt uns und erniedrigt ziehen wir von Dannen. Ganz anders meine beiden tapferen Hennen: Seit sie in der Mauser sind, stolzieren sie mit noch mehr Granddezza durch ihr Gehege. Wahrscheinlich ahnen sie schon, dass dieser minderbefiederte Zustand sie nun regelmäßig ereilen wird und es besser ist, ihm mit umso mehr Würde die Stirn zu bieten. Vielleicht sollten wir uns ein Beispiel an ihnen nehmen und uns in Gelassenheit üben – auch diese Phase geht vorüber.

Anfang des Jahres haben sie begonnen, einzelne Federn zu lassen, dann wurden es immer mehr. Dennoch sieht man ihnen selbst die Mauser noch nicht an. Nur die vielen Federn in Hühnerhaus, Voliere und vor allem in ihrem Sandbad zeugen von ihren „Wechselwochen“. Hormone steuern den Wechsel des Federkleides. Damit einher geht eine Legepause, die bei Helga und Grete lange auf sich warten ließ: Jetzt haben sie seit drei Tagen kein einziges Ei gelegt. Ich bin gespannt, wann sie wieder damit beginnen werden.

Wichtig ist, dass sie nun gut fressen. So ein Federkleidwechsel ist anstrengend und nährstoffzehrend. Das ist auch der Grund, wieso in dieser Zeit keine oder kaum Eier gelegt werden. Jedenfalls bekommen sie neben ihrem Körnerfutter feine Salate aus Gemüse- und Speiseresten verfeinert mit Pflanzenöl und ihrer geliebte Vogelmiere, die im Gewächshaus schon wieder üppig sprießt.

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