Der Kompost

Der Kompost ist einer der Lieblingplätzte von Helga und Grete. Insbesondere in ihren hochaktiven Tagesphasen zieht es sie immer wieder dort hin. Natürlich ist es für die beiden ärgerlich, dass es sich um zwei große Thermokomposter handelt, an deren Inhalt sie nicht herankommen. Zu ihrem Glück ist die Erde rings um die beiden grünen Plastikmonster beste Komposterde, die verloren gegangen ist: feinkrümmelig und voller kleiner leckerer Lebewesen.

Alles sehen, aber nicht gesehen werden: Grete sicher zwischen Komposter und Kirschlorbeer

Ich bewundere die Ausdauer meiner emsigen Hennen, die unermüdlich scharren was die kräftigen Hühnerbeinchen hergeben. Die Kompostanlage gleicht mittlerweile einer Tagebaulandschaft mit Löchern und Halden. Helga und Grete haben es sogar geschafft, den einen Komposter ein Stückchen zu untergraben, so dass er in Schräglage geraten ist. An einer Seite klaffen nun zwei Plastikelemente auseinander wo dunkle duftende Komposterde herausrieselt. Helga und Grete gackern begeistert und picken eifrig in die Lücke. Pfiffig gemacht, ihr klugen Hühnchen!

Je lockerer der Boden, desto aufregender für meine beiden Hennen

Vor die hässlichen Kompostmonster habe ich eine Kirschlorbeerhecke gepflanzt. Nicht gerade mein Lieblingsgewächs, aber Sommer wie Winter belaubt. Für mein Federvieh ein prima Ort sich zu verstecken und unbeobachtet am Komposterrand entlangzuscharren und Sabotage zu betreiben.

Im Hochsommer machen Helga und Grete gerne ein Sandbad zu Füssen der Kompostmonster

Hühner weg vom Kompost

Ansonsten ist der Kompost für die beiden tabu! Denn auch ihr Mist, den der tägliche Roomservice (meine Wenigkeit) aus Gehege und Hühnerhaus holt, landet hier. Zusammen mit den sonstigen Gartenabfällen, Stroh und Holzhäcksel wird er von eifrigen Bodenlebewesen in nährstoffreichen Humus umgewandelt, der Dank der Hühnerkacke auch einen noch höheren Düngewert hat, als Kompost aus rein pflanzlichen Abfällen. Außerdem sind diese hässlichen grünen Kompostmonster in der Lage, in ihrem Inneren Temperaturen von bis zu 70 Grad zu erreichen. Die Komposterde wird so hygenisiert: Samen verlieren ihre Keimfähigkeit und Krankheitserreger sterben ab.

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