Der Hühnerfuß – ein technisches Wunderwerk

Wunderwerk Hühnerkralle

Wir haben gerade noch so Dezember und sogar Frost! Ich freue mich, denn so muss sie sein, Die Zeit zwischen den Jahren. Neulich bestaunte meine Freundin meine Hühner und bemitleidete sie zugleich. Sie konnte nicht fassen, wie sie munter auf gefrorenem Boden herumliefen, die Krallen elegant anhebend und absetzend. Modelgleich stolzieren sie in gerader Linie über den gefrorenen Matsch: Chick-walk, könnte man sagen.

Tatsache ist, bei Hühnern verhält es sich so, wie bei andern heimischen Vögeln auch. Sie haben einen Wärmeaustauscher in den Krallen, der Erfrierungen oder gar Festfrieren (man denke auch an Ente auf einem zugefrorenen Teich) verhindert.

Vom Herz in die Beine verlaufende Arterien bilden mit den aus den Füßen aufsteigenden Venen einen Gegenstrom-Wärmeaustauscher. Der Kontakt zwischen Arterie und Vene muss dafür eng sein. Hühner-Arterien sind von dünnwandigen Vennen fast ganz bedeckt. Das Blut in den Venen übernimmt die Wärme des arteriellen Bluts – es wird so vorgewärmt, bevor es in den empfindlichen Körperkern zurückfließt. Gleichzeitig kühlen sich die Arterien ab, und ihr Blut erreicht die Füße vorgekühlt. So wird kaum Wärme an die kalte Außenluft abgegeben.

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